Jäger-Kreisgruppe Ochsenfurt e.V.

Jagdhunde

Der Gesetzgeber verlangt auf der Jagd den Einsatz brauchbarer Hunde. Auch in Jägerkreisen wird die Anforderung durch den Ausspruch „Jagd ohne Hund ist schund“ bekräftigt. Als brauchbar gilt ein Hund, wenn er die Brauchbarkeitsprüfung bestanden hat. Deshalb hat die Jäger-Kreisgruppe Ochsenfurt e. V. in diesem Jahr wieder einen Hundekurs zur Vorbereitung auf die Brauchbarkeitsprüfung nach den Anforderungen vom Bayerischen Jagdverband durchgeführt.

Hundeobmann Burkard Metzger und der Beauftragte für Natur erleben und begreifen, Karl Fleischmann, haben die Ausbildung durchgeführt und waren dabei auch beide mit einem eigenen Hund in der Ausbildung dabei. Insgesamt haben acht Gespanne – so nennt man die Hundeführer mit Hund – seit dem Frühjahr regelmäßig am Sonntag im Revier Sulzdorf darauf hingearbeitet, die Brauchbarkeitsprüfung zu absolvieren.

Zugelassen sind zur Prüfung alle anerkannten Jagdhunde wie Vorstehhunde, Schweißhunde, Stöberhunde, Bracken, Bauhunde und Apportierhunde. Zur Prüfung angetreten waren ein Deutsch-Kurzhaar, zwei Deutsch-Drahthaar, eine Alpenländische-Dachsbracke, ein Münsterländer, ein Gordon Setter, ein kleiner Münsterländer und ein Jagdterrier. Die unterschiedlichen Hunderassen sind für unterschiedliche Jagdeinsätze mehr oder weniger gut geeignet. Eine Alpenländische-Dachsbracke geht weniger gerne ins Wasser als ein Deutsch-Kurzhaar. Dafür ist die Alpenländische-Dachsbracke sehr gut zum Stöbern oder für die Schweißarbeit geeignet. Daher unterscheidet sich die Brauchbarkeitsprüfung auch zur Nachsuche auf Niederwild und Schalenwild oder nur auf Schalenwild. Bei letzterer muss der Jagdhund neben den Gehorsamsfächern eine Schweißfährte mit Reh- oder Rinderschweiß (= Blut), die am vorherigen Abend ausgebracht wurde, 400 m lang ist und mindestens drei Haken aufweist sicher arbeiten und ans Ende kommen. Bei der Brauchbarkeitsprüfung auf Niederwild und Schalenwild wird zusätzlich das Suchen und Apportieren von einem Hasen und einer Ente im Wald bzw. Feld sowie Wasserarbeitet beurteilt.

Alle acht zur Prüfung angetretenen Gespanne haben erfolgreich die Prüfung absolviert. Alle dürfen sich jetzt im Jagdalltag beweisen. Für einige stehen noch weitere Prüfungen in Spezialfächern oder die sog. Meisterprüfung für Jagdhunde, die „VGP“, die Verbandsgebrauchsprüfung, an.